Saite an Seite: Klassik kommt an
08. Oktober 2026
Die 13. Ausgabe des erfolgreichen Kulturprogramms „Saite an Seite“ führte am vergangenen
Donnerstag mehr als 100 Gäste in die Zeit der Klassik. Der große Saal
im Gemeindehaus St. Georg war wieder bis auf den letzten Platz besetzt, und sowohl
„Stammgäste“ als auch neue Besucher wurden mit Musik und Literatur aus der Zeit zwischen
1750 und 1850 gut 2 Stunden lang abwechslungsreich unterhalten. Im ersten Teil des Abends
brillierten junge Musikschülerinnen und -schüler mit ihren Darbietungen am Klavier, an Gitarre
und Harfe. Viel Beifall belohnte die jungen Musizierenden und trägt sicher bei zu neuer
Motivation für den Musikunterricht in der Musikschule. Die Pause bot ausreichend Zeit nicht nur
für Gespräche sondern auch für die leckere Kartoffelsuppe und Brot mit selbstgemachten Dips,
Wein wurde genossen, und auch die Ausstellung von Büchern und Texten zum Thema fand
Anklang.
Der 2. Teil des Abends war den älteren Musikschülerinnen und -schülern vorbehalten. Mit einem
Kontrabass-Duo, dem Veeh-Harfen-Ensemble samt Harfe und Querflöte und den Klarinovas
folgte ein Highlight auf das andere, ergänzt durch ein Gitarren- und ein Cello-Solo. Auch die
literarischen Beiträge bekamen hochverdienten Applaus. Heiteres wie die „Weiber von
Windsperg“, die ihre Ehemänner aus der belagerten Burg trugen oder Besinnliches wie Drostes
„Haus in der Heide“, der auswendig vorgetragenen Monolog aus Faust oder der muntere
Reisebericht von der „Postkutsche nach Weimar“, alle Leserinnen und Leser brachten mit viel
Freude und Einfühlung ihren Text zu Gehör. Der Abschluss mit der szenischen Lesung der
„Gästebeschimpfung“ frei nach Kotzebues Kleinstädtern ließ die Gäste mit herzhaftem Lachen
gut gelaunt nach Hause gehen. Nicht nur der reichliche Applaus für alle Mitwirkenden zeigte den
Erfolg des Abends an, auch die Spendenbox war gut gefüllt, so dass sich die beiden
ausrichtenden Fördervereine von Musikschule und Stadtbücherei ebenso über eine Zuwendung
freuen können wie auch die gastgebende Gemeinde St. Georg, die ein Drittel der
Spendensumme für die notwendige Sanierung der Kirche „auf Sand gebaut“ erhält.

